Unbedankt loyal und ungewollt widerständig. Die katholische Kirche Österreichs unter dem NS-Regime 1938-45
Aufgrund seines hohen Blutzolls zählte der katholische Klerus nach 1945 zu den prominenten Opfergruppen der NS-Zeit, was ihm moralischen Kredit verschaffte. Erst ein Stück des 2020 verstorbenen Schriftstellers Rolf Hochhuth („Der Stellvertreter“ 1963) stieß eine Diskussion um das „Schweigen“ der Kirchen zu den NS-Verbrechen an und unterstellte diesen nun zunehmend Kollaboration. Seither tobt das Ringen darum, wie das Verhalten der Kirchen in dieser Zeit zu deuten sei, ihrer Basis wie Amtsträger. Der Vortrag skizziert die Vielschichtigkeit des Phänomens und versucht zuletzt seine dif ferenzierte Bewertung. Referent: Ao.Univ. Prof. i. R. DDr. Rupert Klieber (Universität Wien) Beginn: 19 Uhr im ZMEKirchengasse 5, 4802 Ebensee
Telefon+43 6133 5601
E-Mailmuseum@utanet.at
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